BWI 7+8/2013: „Passivhäuser müssen nicht teurer sein!"

BWI 7+8/2013: „Passivhäuser müssen nicht teurer sein!

Passivhäuser liegen voll im Trend: Bereits 2009 wurde auf europäischer Ebene beschlossen, dass ab 2020 alle Neubauten 'nearly zero energy buildings', also quasi Null-Energiehäuser sein müssen - Neubauten dürfen nach dieser Maßgabe nahezu keine Energie mehr verbrauchen.
Dass das Passivhaus der Maßstab für das Bauen der Zukunft sein würde, hat Maurermeister Eckart-Rolf Hellmann schon vor vielen Jahren erkannt. Schließlich bauen er und sein Team seit rund 20 Jahren Passivhäuser, die einen Wärmeenergiebedarf von maximal 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche und Jahr aufweisen. Das entspricht umgerechnet 1,5 Litern Heizöl oder 1,5 Kubikmetern Gas für die genannte Wohnfläche pro Jahr. Wer scharf kalkuliert, weiß also, dass ein Passivhaus rund 90 Prozent weniger Heizwärme als ein durchschnittliches Wohnhaus in Deutschland verbraucht. Angesicht steigender Energiepreise ist das Passivhaus also auf lange Sicht eine wirtschaftliche Investition!

Mehrkosten komplett abfangen

Doch noch immer heißt es, dass Passivhäuser teurer als andere Neubauten seien, die nach den üblichen KfW-Effizienzstandards gebaut werden. Maurermeister Hellmann begegnet solchen Aussagen mit großem Unverständnis, denn nach mehr als 800 fertig gestellten Passivhäusern weiß er, dass diese Aussage ganz und gar nicht zutrifft. „Das ist ein pauschales Urteil und damit falsch", sagt der alte Hase vom Bau: „Natürlich ist ein Passivhaus aufgrund seiner Ansprüche an Material, Arbeitsausführung und Ausstattung kostenintensiver als Standardbauten. Doch mit dem richtigen Konzept lassen sich diese Mehrkosten komplett abfangen. Im Ergebnis ist ein Passivhaus nach unserem Prinzip oft sogar günstiger als ein vergleichbares Haus nach der herkömmlichen Methode mit schlechteren Werten, versteht sich." Leider benutze die Baubranche das vermeintliche Kostenargument noch immer gerne, um sich aus der Verantwortung für nachhaltige Gebäude und mehr Klimaschutz zu stehlen, so Hellmann.

Bauqualität erheblich verbessert

Hinter Hellmanns Konzept steckt ein System, mit dem selbst Laien - natürlich unter Anleitung - eine wärmebrückenfreie, nahezu luftdichte und supergedämmte Gebäudehülle hinbekommen. Es heißt Isorast und folgt der Logik des Legosteins: Nach dem Nut- und Federprinzip werden Schalungselemente zu einer Wand gesteckt. Dass die Bauherren mit anpacken, senkt die Kosten signifikant, garantiert zugleich aber höchste Qualität in der Ausführung: „Wer für sich selber baut, der nimmt es ganz genau", weiß Eckart-Rolf Hellmann aus Erfahrung.
Das Bausystem besteht aus über 74 Komponenten und ermöglicht beinahe alle architektonischen Raffinessen, die er sich für sein eigenes Passivhaus wünscht. Die Bausteine bestehen aus Neopor, einer Weiterentwicklung des altbewährten Styropors, das ebenfalls aus dem Hause BASF stammt. „Unter Putz zeigt das Material keine Alterung - es ist extrem langlebig und beständig. Zudem wird es wohnmedizinisch empfohlen und ist sogar lebensmittelecht", erklärt Hellmann.

Wohnmedizinisch empfohlen

Neopor ist zugleich ein hervorragender Dämmstoff, der einen bis zu 50 Prozent niedrigeren Rohstoffeinsatz als herkömmliches EPS wie Styropor ermöglicht und somit Umwelt und Geldbeutel schont. Zudem sind die Neopor-Bausteine frei von FCKW, HFCKW, HFKW und anderen halogenierten Zellgasen und enthalten als Zellgas Luft. Dadurch wird die Erhaltung der Wärmeleitfähigkeit über die ganze Lebensdauer des Bauwerks gewährleistet. „Aus diesem Grund kann die Dämmung aus Neopor 20 Prozent dünner sein bei gleichbleibender Dämmleistung und gleicher Dichte, was bei unseren Elementen heißt: Jedes Element hat bei gleichbleibender Größe noch bessere Dämmwerte", so der Maurermeister.
Die von Hellmann gebauten Häuser erfüllen alle Anforderungen, die die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgibt. „Wir hatten schon öfter den Fall, dass die Blower-Door-Experten bei der Messung unserer Häuser glaubten, dass ihre Messgeräte kaputt seien, weil die Häuser derart dicht sind, dass das Messergebnis bei null lag. Das ist in der Praxis höchst ungewöhnlich - außer bei uns", erklärt Hellmann.

 

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