Haus und Grundbesitz 04/05_2013: Echte Nachhaltigkeit - von der Planung bis zum Innenausbau

Haus und Grundbesitz 04/05_2013: Echte Nachhaltigkeit - von der Planung bis zum Innenausbau

Nachhaltigkeit im Bauwesen funktioniert besonders gut im Selbstbau - sie steht und fällt aber mit der Philosophie, die hinter dem Bausystem steht. Ein solches, nachhaltiges System bietet das Unternehmen Hellmann varioform-haus aus Winsen an der Aller: Es basiert auf Schalungselementen, die nach dem Nut- und Federprinzip zur Gebäudehülle gesteckt und geschossweise mit Beton gefüllt werden. Die Schalung dient dabei zugleich als Dämmung.
Dieses Bausystem bietet reichlich Sparpotential und gilt als Musterbeispiel in Sachen „Nachhaltigkeit". Dazu gehört selbstverständlich auch kostenbewusstes Planen und Realisieren.

An welchen Stellen genau, lässt sich bei einem Selbstbau-Passivhaus nun sparen? Dieser Frage gehen wir mit Hilfe von Maurermeisters Eckart-Rolf Hellmann, Gründer von Hellmann
varioform-haus, im Folgenden nach...

Die Planungen

Ein Passivhaus folgt bestimmten Grundsätzen: Es öffnet sich nach Süden und Westen mit großen Fensterflächen und sollte möglichst sachlich und schlicht von der Architektur her sein.
„Na ja", sagt Hellmann, „das Öffnen passt und die schlichte Architektur ist auch kein Dogma." Fakt aber ist: Je einfacher der Kubus, desto besser. Ein Haus mit wenig Erkern und Türmchen lässt sich einfacher umsetzen, spart Zeit und Material (weil Detail-Lösungen unkomplizierter sind) und es wirkt sich auch energetisch positiv aus. Und nicht zuletzt gehen auch die Planungsarbeiten leichter von der Hand.
Noch ein Tipp vom Maurermeister und Experten: „Extras, Sonderwünsche und Träumereien können schnell teuer werden - und zwar in jegliche Hinsicht. Lassen Sie daher lieber Vernunft walten. Die teuerste Lösung, ist nicht immer auch die beste."

Die Gebäudehülle

Hier kann der Bauherr richtig Geld sparen: Das Stecksystem ermöglicht es auch Laien, eine dichte und exzellent gedämmte Gebäudehülle herzustellen - und das nach nur kurzer Einweisung. Einmal im „Steckfieber", gibt es in der Regel kein Halten mehr. Das Betonieren passiert in Anwesenheit eines Experten. Sparpotential hier - bis zu 30 Prozent.

Fenster und Haustüren werden übrigens auch nur von Profis eingesetzt. Eckart-Rolf Hellmann: „Das sind die potentiellen Schwachstellen eines jeden Passivhauses. Darum müssen die Arbeiten sehr genau und fachlich absolut korrekt ausgeführt werden."

Das Dach

Eigentlich gehört es zur Gebäudehülle, doch hier darf ein Laie nicht alle Arbeiten selber ausführen. Gerichtet wird nur vom Experten. Dachbahnen, Lattung, Aufsparrendämmung, Konterlattung und Eindeckung kann hingegen der Bauherr durchaus selber erledigen.

Ganz ohne Hilfe kann ein Laie den Innenausbau in der Regel nicht stemmen. Da aber die Hellmann-Philosophie auf Kostenminimierung ausgelegt ist, empfiehlt
es sich ohnehin, die nichttragenden Wände im Trockenbau auszuführen. Hier genügt normalerweise auch eine kurze Einweisung und schon können auch Laien die Wände im Innern des Hauses hochziehen.

Laien und Experten

Zum Innenausbau gehört aber auch die Dämmung der Sohlenplatte sowie des Daches - Arbeiten, die durchaus in Eigenleistung erledigt werden können. Selbst die Leitungen für die Anlage zur Be- und Entlüftung, Wasserrohre, Stromkabel und so weiter können von Laien verlegt werden. Lediglich die Anschlussarbeiten übernimmt später der jeweilige Experte.

Wer kann denn was?

Ein Selbstbau-Passivhaus bietet jede Menge Sparpotential. Es stellt sich lediglich die Frage, was sich ein Bauherr selber, seiner Familie und / oder seinem Freundeskreis zutraut. Eckart-Rolf Hellmann: „Wir haben Bauherren, die den Putz auf die Innenwände in Eigenleistung auftragen, den Estrich einbringen und selbst die Fliesen legen. Man sollte aber immer realistisch bleiben und sich keiner Illusion hingeben. Wir sprechen hier immer noch vom Bau eines Passivhauses."

Der Rohbau als „Spardose"

Und darum gilt: Die größte Spardose am „Selbstbau-Passivhaus" ist und bleibt der Rohbau - alle anderen Punkte sind sozusagen lediglich nur „Zugaben", die man mehr oder weniger von Fachleuten erledigen lassen sollte."

Weitere Informationen rund um den Selbstbau eines Passivhauses gibt es im Internet unter www.das-passivhaus.de.
Im dritten Teil der Serie „Nachhaltiges Bauen" gehen wir in unserer nächsten Ausgabe auf den ursprünglich an dieser Stelle geplanten „ökologischen Aspekt" ein.

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