BWI 9/2012: Ehemaliger Bauherr tritt in Hellmanns Fußstapfen

BWI 9/2012: Ehemaliger Bauherr tritt in Hellmanns Fußstapfen

 

Eckart-Rolf Hellmann - Selbstbau-Passivhäuser regelt Unternehmensnachfolge

Ehemaliger Bauherr tritt in Hellmanns Fußstapfen

Noch nie in seiner über 50-jährigen Bau-Karriere war Maurermeister Eckart-Rolf Hellmann so erfolgreich wie heute. Seit er mit dem isorast-System arbeitet, hat er moderne, energiesparende Häuser von Celle bis Indonesien gebaut - und die Aufträge ebben nicht ab. Doch ein Sprichwort sagt, dass man aufhören soll, wenn es am schönsten ist. Dieses geflügelte Wort hat sich der inzwischen 73-jährige Profi vom Bau zu Herzen genommen und nach einem Nachfolger für sein weltweit tätiges Unternehmen Ausschau gehalten.
Und die Suche war, so scheint es, von Erfolg gekrönt: Mit Ralf Ottinger, Jahrgang 1964, ist dem alten Hasen vom Bau ganz offenkundig ein Glücksgriff gelungen. Die beiden arbeiten bereits seit vielen Jahren zusammen. „Ottinger hat sich nicht nur als exzellenter Profi vor Ort erwiesen. Er ist flexibel, ein Vordenker, zertifizierter Passivhaus-Planer und äußerst hingebungsvoll wie auch wissbegierig", erklärt Hellmann. Wie es zu dieser Zusammenarbeit kam, ist jedoch ungewöhnlich.

Nicht auf halben Wege stehen bleiben

Der gelernte Malermeister aus Ronnenberg hatte den Malerbetrieb seines Vaters übernommen. Vor rund 15 Jahren beschloss der dreifache Familienvater gemeinsam mit seiner Frau, ein Haus zu bauen. Da er bei seiner täglichen Arbeit immer wieder mit der Wärmedämmung von Fassaden zu tun hatte, recherchierte er hier besonders gründlich. Im Internet stieß er auf die Selbstbau-Passivhäuser von Eckart-Rolf Hellmann und fing sofort Feuer: „Warum soll man auf halben Weg stehen bleiben, wenn man noch viel mehr Energie einsparen kann?", fragte sich Ottinger. „Sprich: Warum nur die Fassade dämmen, wenn ich mit einem Passivhaus fast gar keine Energie mehr benötige?" Seit 13 Jahren leben seine Familie und er bereits in ihrem selbstgebauten Passivhaus in Ronnenberg und fühlen sich rundum wohl.

Bauherr als Naturtalent

Hellmann erkannte damals beim Bau des Hauses in Ronnenberg, dass Ottinger mit den Maschinen ein gutes Händchen hatte und das Stecken der Klinkersteine intuitiv beherrschte. Immer häufiger fragte er den Ronnenberger, ob er ihm nicht auf seinen Baustellen in Deutschland und darüber hinaus unterstützen und schließlich vertreten könnte. Inzwischen hat der designierte Nachfolger rund 200 Isorast-Häuser landauf, landab gebaut. Sein Part besteht darin, den Bauherren Steckanweisungen zu geben und die fertig errichteten Wände mit Beton zu verfüllen. Immer wieder berät er die Bauherren und hilft ihnen, den Traum vom Eigenheim Wirklichkeit werden zu lassen.

Prüfung zum zertifizierten Passivhaus-Berater bestanden

Durchschnittlich fünf Termine pro Baustelle nimmt er wahr. Weil ihm diese Tätigkeit großen Spaß macht und für ihn nachhaltiges Bauen, Ressourcenschonung und Klimaschutz wichtig sind, hat er sich inzwischen als Gebäudeenergieberater im Handwerk weiterbilden lassen. Zudem hat er kürzlich auch die Prüfung zum zertifizierten Passivhaus-Berater am Darmstädter Passivhaus-Institut mit Erfolg abgelegt und wird nun in der Expertenliste für die KfW-Bundesprogramme geführt.
Auf die Frage, wie es ihm in seinem Isorast-Haus gehe, meint er nur: „Unauffällig gut. Gerade jetzt im Hochsommer ist es innen angenehm kühl. Und es dringen kaum Staub und Lärm ins Haus." Eine bessere Referenz als einen ehemaligen Bauherrn hätte sich Hellmann als Nachfolger also kaum wünschen können.

Konzept soll so bestehen bleiben

Am Konzept der Passivhäuser will Ottinger rein gar nichts verändern: „Es läuft hervorragend so, wie es ist. Natürlich denkt man trotzdem ständig über Verbesserungen nach. Eine Sache, die Herrn Hellmann und mir aktuell vorschwebt, ist, dass wir Grundmodelle von Häusern entwickeln, auf deren Basis sich die Bauherren dann einfach ihr Eigenheim zusammenstellen können. Auch kann man besser die Kosten abschätzen und den Kunden eine grobe Kalkulation geben", erklärt der gelernte Malermeister.
Einen Teil von Hellmanns Unternehmen hat Ottinger bereits erworben und ist nun stiller Teilhaber. In den nächsten fünf Jahren wird er auch noch den Rest übernehmen, weil Eckart-Rolf Hellmann sich langsam zurückziehen will. Aber: „So lange ich Spaß habe, will ich weitermachen", erklärt er auf Nachfrage. Und bislang hat man zum Glück nicht den Eindruck, als würde dieser ihm je vergehen.

 

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