BWI 3/2012: „Jeder kann mit diesem System umgehen“

BWI 3/2012: „Jeder kann mit diesem System umgehen“

Passivhäuser zum Selbstbauen

„Jeder kann mit diesem System umgehen"

 

Dass Eckart-Rolf Hellmann einmal Häuser bauen würde, wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Denn als Sohn und Enkel eines Bauunternehmers und eines Architekten konnte der Apfel nicht weit vom Stamm fallen. Großvater und Vater hatten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Celle bedeutende Baubetriebe gegründet und sie bis zur industriellen Größe aufgebaut. Der Zweite Weltkrieg machte dieser Karriere ein Ende: Hellmanns Vater, der Diplom-Ingenieur Rudolf Hellmann, fiel als Jagdflieger. Das konnte den baubegeisterten Sohn jedoch nicht aufhalten: „Ich begann als Lehrling auf dem Bau, wurde einer der jüngsten Poliere in Deutschland, stieg zum Bauleiter auf und legte meine Prüfung als Maurermeister ab. Anschließend sammelte ich Erfahrungen in namhaften Ingenieur- und Architekturbüros", erklärt Hellmann.

Legos für Erwachsene

Seit der Maurermeister vor rund 15 Jahren das Isorast-Bausystem des Tüftlers Manfred Bruer kennen lernte und sich davon überzeugte, ist er so erfolgreich wie nie zuvor. Isorast ist ein Schalungselement aus Polystyrol-Hartschaum und ein hochwertiger Baustein für Anwendungsbereiche im Hochbau, bei denen es auf Wärmedämmung ankommt: vom Einfamilienhaus bis zum Hochhaus, vom Bürogebäude und Schulen, Hotels, Kindergärten, Krankenhäuser bis zu Schwimmhallen. Es ist eine Art Stecksystem, das viele an Legosteine erinnert. Die Bausteine bestehen aus Neopor, werden ineinander gesteckt und rasten so ein, dass sie nicht wieder zu trennen sind. Dabei bilden sie eine Verschalung, in die später der Beton gegossen wird. Am Ende wird der Putz aufgetragen. „Jeder kann mit diesem System umgehen", meint Hellmann. Und so nimmt es nicht Wunder, dass seine Bauherren den Großteil der Arbeit an ihren Passivhäusern selbst ausführen - ohne dass die Qualität darunter leidet, weil das System genial einfach ist. Unter Anleitung von Profis entsteht Mauer um Mauer und Stockwerk um Stockwerk, bis das Eigenheim fertig ist.

Erfolg über Celle hinaus

Fast 700 Häuser hat Eckart-Rolf Hellmann inzwischen mit Isorast gebaut, besser bauen lassen. Und der Erfolg des Maurermeisters über die Grenzen von Celle hinaus wächst: „In den Anfangsjahren haben wir zwei Häuser gebaut. Inzwischen sind es 50 pro Jahr", erklärt Hellmann. „Wir bauen Häuser von der Lüneburger Heide über Italien und Holland bis Indonesien."
Über alle Erwartungen erfolgreich war auch die diesjährige Messeteilnahme an der SolarEnergy in Berlin. Sie gehört zur Bautec, die im Zweijahrestakt veranstaltet wird. In diesem Jahr, so sagt es Hellmann, sei der Erfolg enorm gewesen: „Ganze Pulks von Menschen schoben sich über unseren Stand. Ein Wirrwarr an Sprachen war zu hören und allenthalben sah man Menschen mit Kameras, die die Beratungen oder auch einfach nur den Stand gefilmt haben", sagt der alte Hase vom Bau. „Pausen gab es an unserem Stand keine. Das macht aber nichts, solange man gut zu tun hat." Während sich Hellmann um die Kunden des deutschsprachigen Raumes kümmerte, grub sein Mitarbeiter Ralf Ottinger seine Englischkenntnisse aus und betreute Besucher aus Japan, Vietnam, Australien, China, Kasachstan, Russland, Serbien, Kosovo, Kroatien, Slowenien, der Ukraine und der gesamten europäischen Union. Die Gespräche waren von sehr guten Vorkenntnissen der Interessenten geprägt, ein Zeichen, dass das Thema Passivhaus inzwischen bei den Menschen weltweit angekommen ist. Nicht wenige künftige Bauherren nutzten die Chance, gleich mit vollständigen Unterlagen anzurücken, um ihr Bauvorhaben durchzusprechen.

Hoher Besuch in Berlin

Auch „hoher Besuch" traf auf dem Hellmann-Stand ein: So ließ es sich der Erfinder des Systems, Manfred Bruer, nicht nehmen, persönlich auf dem Stand in Berlin vorbeizuschauen, um seinem vermutlich stärksten und erfahrensten Isorast-Fachmann einen Besuch abzustatten.
Auch die „Schöner Bauen & Wohnen" Anfang März in Celle, wo das Hellmann Varioform-Haus quasi als Dauergast vertreten ist, war ein großer Erfolg - diese Messe ist inzwischen eine Art Tradition. Jetzt gilt es, die Anfragen abzuarbeiten. Im April folgt der nächste Messeauftritt, dann in Lüneburg. Auch auf der Passivhaustagung mit Passivhaus-Fachausstellung am 4. und 5. Mai 2012 im Hannover Congress Centrum HCC wird Hellmanns Unternehmen Flagge zeigen. Bauen Wohnen Immobilien wird darüber berichten.

 

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