BWI 1/2012:Eine Frage der Logik

BWI 1/2012:Eine Frage der Logik

„Kleiner Schritt vom Passivhaus zum Plus-Energie-Haus."

Eine Frage der Logik

 

Passivhäuser schicken sich an, zum Standard auf deutschen Baustellen zur werden. Wenngleich so mancher Bauherr mit
sogenannten „Niedrigenergiehäusern nach EnEV" abgespeist wird, gilt die Passivhausbauweise inzwischen doch als Königsweg. Immerhin hat man inzwischen bemerkt, dass diese Bauten tatsächlich funktionieren, wenn man sie richtig plant und ausführt. Aber: „Die Entwicklung bleibt ja nicht stehen", sagt Maurermeister Eckart-Rolf Hellmann, „nach dem Passivhaus kommt das Plus-Energie-Haus und schließlich das energieautarke Haus." Der Schritt vom Passivhaus hin zum Plus-Energie-Haus, so der Passivhausexperte Hellmann, sei ein ganz kleiner und logischer.
„Wir haben ihn längst getan", schiebt er nach. Was ist ein Plus-Energie-Haus? Per Definition produziert ein Plus-Energie-Haus mindestens exakt die Menge an Strom, die es selber für die Raumluft- und Wassererwärmung sowie für die Beleuchtung benötigt. Eine praktikable Methode ist die
Gewinnung solaren Stroms über eine Photovoltaikanlage. Keine Frage: Moderne Anlagen bringen enorme Wirkungsgrade mit und nutzen auch diffuses Licht zur Stromerzeugung. Dennoch: Im Privatbereich stößt die Produktion solaren Stroms relativ schnell an Grenzen.
Unabhängig davon aber, so der Maurermeister, habe man bereits Plus-Energie-Häuser praktisch umgesetzt. Worauf kommt es also an? Wer mindestens seinen eigenen Energiebedarf selber produzieren will, muss den so gering wie nur möglich halten.
Und das funktioniert nur über
ein durchdachtes Gebäudekonzept: dichte und supergedämmte Gebäudehülle - rundherum bitte, Nutzung möglichst vieler verfügbarer regenerativer Energiequellen, Ausrichtung größerer Fensterflächen nach Süden und Westen, Wärmeschutzverglasung, und so weiter. Ein Plus-Energie-Haus ist praktisch also ein konsequent weiter gedachtes Passivhaus. Und während sich viele Anbieter wie auch Experten in Diskussionen über mögliche Wege der Umsetzung verlieren, haben einige von Hellmanns Bauherren mit Unterstützung seines Teams gehandelt und ihr Plus-Energie-Haus nahezu selber gebaut. Eines dieser beispielhaften Häuser steht im Landkreis Peine. Hier ein paar Fakten zum Gebäude:

  1. 200 m2 beheizte Fläche
  2. Pultdachkonstruktion
  3. Bausystem: Isorast Schalungselemente
  4. Sohlenplatte gedämmt, Aufdachdämmung etc.
  5. Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung von Nilan VP 18 - 10P
  6. Fußbodenheizelement im Bad 600 W
  7. 2 Zusatzheizmodule (PTCElemente), 400 W ges.
  8. 75 m2 Photovoltaikanlage in exakter Südausrichtung
  9. Hauslicht ausschließlich über LED- oder Energiesparsysteme

 

Die Photovoltaikanlage des Bauherrn im Kreis Peine produziert durchschnittlich 8,6 kW/h. Der Strombedarf des Hauses nach Definition liegt bei 6,0 kW/h. Damit ergibt sich ein „Überschuss" von 2,6 kW/h. Kein schlechter Wert.Der Gesamtenergiebedarf des Hauses, also inklusive Brauchstrom, liegt übrigens bei 9,5 kW/h. Damit ist das Haus nur 0,9 kW/h von einem energieautarken Gebäude entfernt.
Wenn Sie Maurermeister Hellmann und sein Team persönlich kennen lernen wollen, haben Sie auf verschiedenen Messen dazu die Möglichkeit. 
Den Anfang macht die auf dem Messegelände Berlin vom 21. bis 25. Februar. Weitere Messetermine finden Sie auf den Seiten des Selbstbaupassivhaus-Anbieters: www.daspassivhaus.de

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