Einweihung im Mai.

Einweihung im Mai.

Pressetext Nr. 003-2011 vom 27.02.2011

Selbstbestimmt: Bald beginnt das Leben.
Körperbehinderte bauen ihr eigenes Passivhaus. Im Mai soll es eingeweiht werden.
Celle/eb. Wenn ein Mensch ein Haus baut, ist das in aller Regel ganz normal. Baut aber ein Mensch mit einer Behinderung oder gar mit mehreren Beeinträchtigungen ein Haus, erntet dieser schon mal das eine oder andere bemitleidende Lächeln. Handelt es sich gleich um eine Gruppe mehrfach behinderter Menschen, die auch noch ein Passivhaus selber bauen, dann staunt die Welt. Mit so viel Mut und Selbstbestimmtheit rechnet die Allgemeinheit kaum. „Das verstehen wir nicht", sagt Ursula Grudniok. Sie ist die Koordinatorin des Vereins zur Förderung Körperbehinderter e.V. Celle. Zusammen mit Betroffenen und deren Angehörigen kämpft sie seit vielen Jahren um eine Gleichstellung behinderter Menschen in der Gesellschaft - mit einigem Erfolg. Nicht nur, dass der Verein selber weit über die Grenzen Celles hinaus anerkannt ist, nein: Die behinderten Menschen aus der Kleinstadt am südlichen Rand der Heide haben sich ihr eigenes Wohnhaus geschaffen. Mit Unterstützung, versteht sich, aber wer bekommt die beim Bau eines Passivhauses nicht? „Eben", sagt Ursula Grudniok, „und darum ist das für uns auch ganz normal." Sie kann nicht nachvollziehen, warum Menschen mit Behinderung nicht alles das tun sollten, was andere auch schaffen. „Manchmal vielleicht auf alternativen Wegen, aber immer mit der Selbstverständlichkeit des ganz Alltäglichen."

Das Passivhaus des Vereins steht mitten in einem Stadtteil von Celle. „Mittendrin ist wichtig", meint Ursula, denn: „Wir möchten ganz normaler Teil des gesellschaftlichen Lebens sein. Und das findet nicht vor den Toren irgendeiner Stadt oder in irgendeinem Wohnheim statt." Mittendrin heißt in diesem Fall auch: Alle haben gesehen, wie das neue Wohnhaus der behinderten Menschen entstanden ist und durften teilhaben. „Das ist unser Leitmotiv. Wenn wir Integration wollen, müssen wir uns selber öffnen. Andersherum klappt das nicht so gut", erklärt die Koordinatorin Grudniok. Vor gut eineinhalb Jahren haben die Mitglieder des Vereins den Grundstein für Ihr eigenes Wohnhaus gelegt. Es erweitert das bereits stehende Begegnungszentrum, eine alte herrschaftliche Villa mit viel Raum für das offene und absolut freiwillige Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen. Ausgestattet ist es mit Appartements und kleinen Wohnungen, behindertengerecht und natürlich mit direkter Verbindung zum Begegnungszentrum. Alle haben angepackt, und alle freuen sich nun auf die Einweihung. Die soll im Mai stattfinden. Dann, so meint Ursula Grudniok, sind die letzten Arbeiten erledigt.

Alle Bilder und Informationen zum Bauvorhaben der behinderten Menschen aus Celle und zum Verein finden Sie hier: http://www.selbstbaupassivhaus.de/hellmann-aktuell-selbstbestimmt.php.
Zum ausführlichen Bericht über das Bauvorhaben geht es hier lang.

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