HuG 5/6_2015: Im Trend: Häuser, die ihre Energie selbst erzeugen

HuG 5/6_2015: Im Trend: Häuser, die ihre Energie selbst erzeugen

Rund 1.000 Passiv- und Energiesparhäuser hat Maurermeister Eckart-Rolf Hellmann aus Winsen/Aller mit seinen Bauherren in den letzten 22 Jahren weltweit erstellt. Sein Konzept, das Selbstbauen hochwertiger Ein- und Mehrfamilienhäuser, hat viele Bauherren überzeugt - von Hannover bis Hamburg, von Holland bis Norwegen. Und das, obwohl immer mehr Unternehmen schlüsselfertige Passivhäuser anbieten. „Was uns auszeichnet, ist die Tatsache, dass wir schon länger als andere Anbieter Passivhäuser bauen - so können wir heute auf eine über 20-jährige Erfahrungs- und Erfolgsgeschichte zurückblicken."

Hellmann schränkt etwas ein: „Unsere ersten Häuser waren zweifelsfrei Energiesparhäuser. Ob sie allerdings den heutigen Passivhaus-Maßstäben standhalten würden, ist nicht sicher. Denn damals gab es noch keine Luftdichtigkeitsprüfungen (Blower-Door) und andere Tests, die bestanden werden mussten. Sicher ist, dass wir schon immer auf maximale Qualität und minimalen Energieverbrauch abgezielt haben."

Qualität - ganz ohne Kompromisse

Als eine Bauherrin vor vielen Jahren selbst auf ihrer Baustelle mithalf, weil es zeitlich knapp wurde, erkannte der Maurermeister aus Winsen/Aller das Potenzial: Sie wollte nichts falsch machen und hatte den Ehrgeiz, jeden Handgriff 100-prozentig auszuführen - und das ist bis heute bei allen Hellmann-Bauherren so geblieben. „Unter perfekt läuft nichts - und genau das macht die Häuser so einzigartig und hochwertig", erklärt Hellmann.
„Immer wieder passiert es den Bauherren, dass die Prüfer der Luftdichtigkeitsmessung der Häuser glauben, ihre Messgeräte seien kaputt: Die Häuser sind derart dicht, dass das Messergebnis bei null liegt. Das ist in der Praxis ungewöhnlich - außer bei uns!"
Damit die hohe Qualität auf Dauer gehalten wird, dringt der Passivhaus-Profi auch auf eine kontinuierliche Weiterbildung seiner Mitstreiter: „Mein künftiger Nachfolger Ralf Ottinger hat inzwischen seine Zusatzausbildung beim Passivhaus-Institut in Darmstadt als Passivhaus-Planer bestanden, nachdem er auch schon die Prüfung als Passivhaus-Berater abgelegt hat."

Jedes Haus ist ein echtes Unikat

Viele Bauherren stoßen früher oder später auf das Winsener Unternehmen, weil sie individuell bauen und ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen wollen. Dieser Wunsch lässt sich bei vielen Anbietern nicht umsetzen, außer zu erheblichen Mehrkosten: „Bei uns wird jedes Haus grundsätzlich individuell geplant, genauso, wie die Baufamilie es möchte", betont Hellmann.
Die Bauprofis stehen allen Baufamilien, die diesen Schritt ja meist zum ersten Mal wagen, mit Rat und Tat zur Seite: Vor allem am Anfang, wenn es um die Erdarbeiten und die Sohleplatte geht, ist immer jemand vor Ort. Natürlich auch, wenn es mit dem Stecken losgeht, wenn Betonieren und Deckenplatten angesagt sind.
„Je weiter der Bau aber voranschreitet, desto weniger Begleitung ist erfahrungsgemäß vonnöten", sagt Hellmann. „Dennoch sind wir telefonisch und elektronisch natürlich immer erreichbar."

Das Talent auf der Baustelle entdecken

Dass das Selbstbauen eine ziemliche Belastung sein kann, daraus machen Hellmann und sein Team kein Geheimnis. Jeder Bauherr muss wissen, ob er oder sie das neben der Arbeit leisten kann und ob man seine Wochenenden und vielleicht auch den Urlaub auf der Baustelle verbringen will. Viele Bauherren haben aber kompetente Handwerksunterstützung in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis - durchschnittlich sind die Häuser in nur einem Jahr fertig.
„Ich bin jedesmal wieder beeindruckt, wie viele es ohne Vorwissen schaffen, Wände zu stecken, zu Betonieren, Dämmplatten, Rohre und Leitungen zu verlegen und ganz nebenbei auch noch die Badezimmer zu planen. Viele entdecken beim Bauen erst ihr Handwerkstalent - ganz gleich, ob sie im echten Leben Lehrer, Landwirte oder Banker sind", so Hellmann weiter.
Derzeit brummt es, dank des guten Wetters, auf sämtlichen Baustellen mächtig: Neben den 7 Passivhäusern, die im letzten Jahr begonnen wurden, sind neue Selbstbau-Projekte in Gehrden, Vienenburg am Harz und Aligse bei Lehrte hinzugekommen. Außerdem stehen weitere Passivhäuser in Ilsede, Winsen/Luhe, Langwedel, Hermannsburg, Garbsen sowie in Wennigsen auf dem Programm, um nur einige Projekte zu nennen, die derzeit in Niedersachsen aktuell sind.

Die Häuser der Zukunft

Was die Zukunft des Bauens betrifft, so ist sich Hellmann sicher: „Wer sehr scharf kalkuliert, weiß, dass ein Passivhaus rund 90 Prozent weniger Heizwärme, als ein durchschnittliches Wohnhaus verbraucht. Angesichts steigender Energiepreise, ist das Passivhaus also auf lange Sicht eine wirtschaftlich sinnvolle Investition." Tatsächlich geht der Trend hin zu Plus-Energie-Häusern, indem man sie mit Photovoltaik oder Kraft-Wärme-Kopplung ausstattet und einen Stromüberschuss erzeugt. Dieser kann dann ins Netz eingespeist werden, sodass man ein wirklich energieautarkes Haus erschaffen hat.

 

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