Haus und Grundbesitz 09/10_2013: Eckart-Rolf Hellmann: „Wahrheit und Dichtung liegen eng beieinander"

Haus und Grundbesitz 09/10_2013: Eckart-Rolf Hellmann: „Wahrheit und Dichtung liegen eng beieinander

 

„Der Selbstbau eines Passivhauses kann nicht funktionieren." Das ist ein weit verbreitetes und immer wieder propagiertes Argument gegen Selbstbau-Passivhäuser. Begründung: So ein Haus sei schon für die Planer oft eine Herausforderung und für Laien schlichtweg zu kompliziert. „Bei diesem Thema liegen Dichtung und Wahrheit sehr eng beieinander", sagt Maurermeister Eckart-Rolf Hellmann aus Winsen an der Aller. Während sich mancher Planer tatsächlich schwer tue, ein praktisch funktionierendes Passivhaus zu realisieren, sei es schlichtweg falsch, dass ein Laie mit dem Selbstbau eines solchen prinzipiell überfordert wäre - und das trotz der zum Teil komplizierten Materie.

Beispiele für die Machbarkeit gibt es reichlich, denn nahezu wöchentlich stellen Bauherren des Passivhaus-Experten Hellmann ihr neues Haus fertig - mit stets besten Ergebnissen. Und es kommt noch besser! Eine Langzeitstudie beweist: Die selbstgebauten Passivhäuser unterbieten in sehr vielen Fällen alle Erwartungen, was den Wohnkomfort, die tatsächlichen Energiekosten und die Wertschöpfung betrifft.
Beispiele gefällig? Ein Passivhaus in der Nähe von Hochheim am Main verursacht bei 192 Quadratmetern Wohnfläche monatlich 200 Euro Stromkosten. Darin enthalten sind auch die Erwärmung des Brauchwassers und der gewöhnliche Brauchstrom.

Bei einem herkömmlichen Haus würden nun noch die Gas- oder Ölkosten sowie Schornsteinfegergebühren hinzukommen.
Den Wohnkomfort beschreiben die Bauherren übrigens wie folgt: „Im Sommer, trotz großer Hitze, immer noch angenehm kühl. Im Winter kamen wir, ohne dass ich es glauben wollte, ohne zusätzliche Heizung aus." Das Haus ist übrigens mit einer Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung mit integrierter Wärmerückgewinnung ausgestattet.

Die Besitzer eines Passivhauses von Hellmann varioform-haus bei Salzgitter notierten bei der monatlichen Umfrage 120 Euro Energiebedarf bei 185 Quadratmetern Wohnfläche - und das trotz leichtem Zuheizens im Winter. Diese Maßnahme begründen sie so: „In den Bädern ist eine elektrische Fußbodenheizung im Winter besonders morgens und abends sehr angenehm."
Und so lesen sich die Ergebnisse der Umfrage durchweg: Ein Bauherr aus Hannover schreibt, er benötige für sein 110-Quadratmeter-Passivhaus insgesamt 60 Euro pro Monat an Strom.

Ein weiterer Bauherr aus Hannover berichtet von 120 Euro im Monat Gesamtenergiekosten - und das bei 320 Quadratmetern.
Interessant ist hier auch die Wertschöpfung: Die Schätzung der Bank kam auf 700.000 Euro. Gekostet hat das Haus, eine Lückenbebauung, inklusive Grundstück aber nur rund 530.000 Euro. Die Besitzer des Passivhauses werden regelmäßig gefragt, ob es denn im Winter auch immer warm genug werde. Sie fassen sich allesamt kurz. Ihre übereinstimmende Antwort: Ein kurzes, aber klares JA!

Bauherren aus einem Ort bei Celle heben besonders das gute Raumklima in ihrem Passivhaus hervor: „Ständig frischer Sauerstoff, gleichmäßige Temperatur und Luftfeuchtigkeit im gesamten Haus." Sie fühlen sich „verwöhnt". Monatlicher Energiebedarf: 95 Euro für die Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung mit integrierter Wärmerückgewinnung, inklusive Warmwasserbereitung.
Die Kosten für den allgemeinen Brauchstrom konnten sie nicht konkret ermitteln, sind dafür aber richtig stolz, denn ihr Passivhaus mit 170 Quadratmetern Wohnfläche hat (inklusive Garage und Werkstatt sowie sämtlicher Nebenkosten) nur gut 170.000 Euro gekostet.

Alle Häuser sind neu unter der Regie von Maurermeister Eckart-Rolf Hellman gebaut worden - und alle Bauherren haben den größten Teil der Arbeiten am Haus in Eigenleistung erledigt. Die Frage, ob so ein Selbstbaupassivhaus den Praxistest überstehen kann, dürfte damit wohl beantwortet sein.
Zweifler haben die Qual der Wahl: Der Maurermeister aus Winsen an der Aller hat nämlich bereits weit mehr als 800 Selbstbauhäuser realisiert oder soll man besser sagen, realisieren lassen?

Sie können ihn übrigens auf der Infa in Hannover persönlich treffen: Halle 21, Stand F 72.
Mehr Informationen unter: www.das-passivhaus.de.

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