2014: Beeindruckendes Energiesparhaus in Hanglage bei Würzburg

Von unserem Besuch zur Vertragsunterzeichnung bei Würzburg haben wir schon berichtet - hier ist jetzt auch die Planung des Einfamilienhauses in Hanglage zu sehen.
Der Bau wurde übrigens von einem Architekten geplant, wir haben die Planung ergänzt und die Effizienzwerte dadurch verbessert. Dank Photovoltaikanlage soll es zu einem Plus-Energie-Haus werden.


Hier kommt mediterranes Flair nach Franken - ein beeindruckendes Haus mit Walmdach und herausgezogenem Erker, das seinen Bewohnern viel Platz verspricht. Eigentlich sieht man erst hier so richtig, wie groß das Haus in Wirklichkeit wird - es sind nicht nur zwei, sondern drei Vollgeschosse. Von der Terrasse im Dachgeschoss dürfte man einen phänomenalen Weitblick haben. An der Westseite des Hauses befindet sich eine große Doppelgarage mit Satteldach, die tief in den Hang zu versinken scheint. Das Souterrain führt auf der Südseite direkt in den Garten, doch durch die Ecken und Erker haben die Bauherren gleich für Schattenplätze gesorgt. Unter der Garage befindet sich ebenfalls noch Wohnraum.  Aber nicht mehr lange ... Eckart-Rolf Hellmann und Ralf Ottinger schreiten das Baugrundstück ab.  Eckart-Rolf Hellmann vor Ort: Zusammen mit Ralf Ottinger und den Bauherrn wird an der künftigen Baustelle noch vieles besprochen und abgestimmt. Der Bagger ist auf der grünen Wiese eingetroffen, jetzt geht Von Erdarbeiten kann eigentlich nicht die Rede sein, denn hier besteht der Untergrund eher aus Felsgestein. 
Bis auf eine dünne Humusschicht besteht der Boden fast komplett aus Felsstein. Folge: Der Bagger und Herr Priess mussten wahrlich ihr Letztes geben ... Aber: Wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg. Steinschicht um Steinschicht wird abgetragen. Die Grube wird sorgfältig ausgeschachtet. Der Anschluss zum Nachbarhaus wird sorgsam freigelegt, aber im Vordergrund warten, wie man hier gut erkennen kann, noch einige dicke Brocken auf Abtrag. Ein örtliches Fuhrunternehmen hat den Abtransport der vielen Steinschichten übernommen. Um nicht leer zu fahren, hat das Unternehmen auf den Rückfahrten zur Baustelle jeweils Kies und Feinsplitt  für den späteren Unterbau der Sohle mitgebracht. Tageswerk vollbracht - alle Felsen sind abgetragen. Der Boden ist vorbereitet, links im Bild steht schon eine Regenwasserzisterne bereit, die heute versenkt werden soll. Der Bagger wurde noch einmal tätig, die Zisterne ist passgenau im Boden verschwunden. Dieser Schacht wird auf der Zisterne montiert. Und hier noch einmal ein Blick auf das Innenleben - einige Technik ist erforderlich, um das Regenwasser später in den Haushalt zu pumpen. Zuvor wird es gefiltert und damit von gröberen Verschmutzungen befreit. Die schwarzen Rohre leiten Regenwasser zur Zisterne Halb im Erdreich versteckt: der Schacht mit den Hausanschlüssen. Um hier einen sauberen Anschluss hinzulegen, musste die Garage des Nachbarn erst einmal freigelegt werden. Die Garage unseres Bauherren wird dann mit sauberen Anschlüssen direkt an die des Nachbarn angefügt, wobei die Dichtungen wieder sauber hergestellt werden. Um besser arbeiten und nachdichten zu können, wurde auch die Ecke "freigelegt". Damit alles richtig angeschlossen werden kann, wurde bis zur Sohle des Nachbarhauses gegraben. Hier wird alles mit Feinkies aufgefüllt, sodass die neue Sohleplatte direkt gegen die des Nachbarn gearbeitet werden kann. Zwischendrin muss immer mal wieder der Bagger einspringen und das Erdreich ebnen. Ein Regenwassergraben wurde ausgeschachtet, um eine Zuleitung zur Zisterne zu schaffen. Und schon verschwindet eine Leitung im Erdreich. Später ist dann ein Anschluss an die Regenrinnen des Hauses geplant. Die schwarzen Rohre befördern das Regenwassser in die Zisterne, von wo es zum Abwasserschacht geleitet wird. Auf den Zisternenkopf wurde ein Stulprohr gefügt, die Zuleitungen sind inzwischen verlegt. Ein einziges flexibles schwarzes Rohr zeugt von der darunterliegenden Arbeit. Nun sind gleich mehrere Sorten Kies auf dem Boden zu sehen. Sie werden unterschiedlich vom Bagger verteilt, um den Boden gut zu verdichten. Nun folgt Feinsplitt, um alle Rohre rundum einzubetten - mit dem Felsgestein wäre das schlecht möglich gewesen. Die Rohre verlaufen kreuz und quer - sie führen später zu den Abflüssen in Bad und Küche. Die senkrechten Rohre werden später ans Hauptrohr angeschlossen. Der Feinsplitt wird sorgsam verteilt, Ralf Prieß ist darin ein ausgewiesener Experte. Hier wird gerade die Garage auf Höhe gebracht, wie man gut sehen kann. Großer Bagger, kleiner Bagger und hin und wieder auch per Hand: Erst nach einer gleichmäigen Splittschicht kann mit der Sohlenplatte begonnen werden. Für die Garage ist der Kies schon glattgezogen. Rohre und Kabel werden zum Übergabeschacht geleitet. Die ersten Schichten werden genau über die Anschlussbewehrung eingepasst. Horizontalbewehrung wird in jede Schicht gelegt. Das ist nicht nur im Keller wichtig. Die ersten Fensteranlagen sind bereits zu erkennen. Noch ist der Materialberg in der Mitte dominant - bald wird er verschwunden sein und sich in Wände verwandeln. Die Kellerwand erhält aus statischen Gründen mit 20 cm Betonkern und eingelegter Horizontalbewehrung. Links im Bild der Raum unter der Garage. Das Material liegt bereit; bald wird auch hier mit dem Stecken begonnen. Im Hintergrund wird das zweite Silo zum Aufstellen vorbereitet Genau hier ist mal kein rechter Winkel geplant, deshalb muss mit Hand nach Maß gefertigt werden. Parallel zu den Verfüllarbeiten im Keller wird der Garagenkeller fertiggestellt und zur Verfüllung vorbereitet. Leider haben wir wegen eines technischen Defektes keine eigenen Bilder davon machen können. Wir hoffen noch auf Bauherrenbilder.  Ganz unten als thermische Trennung ein Lage Styrodur. Ja, das hält, die Flächenpressung liegt weit unter der möglichen Belastbarkeit des Materials. Die Abdichtung der später erdberührten Bereiche ist bereits vorbereitet. Für die Verfüllung des EG sind noch letzte Restarbeiten erforderlich. Brandwandelemente für die Treppenhauswände werden montiert. Warten auf den Ball beim Reinigen des Betonschlauchs. Der Bauherr kontrolliert noch einmal die Bewehrung. Fensterstürze müssen noch abgestützt werden, bevor der Beton kommt. Als nächstes wird Gerüst gebaut, damit Freitag die Decke auf das EG gelegt werden kann. Dann wird sofort das OG gesteckt und das EG der Garage damit schon am Dienstag mit der nächsten Betonverfüllung begonnen werden kann. Die Decke wurde planmäßig geliefert und verlegt. Das OG wurde sofort im Anschluß in Angriff genommen und gesteckt.
Jetzt geht es an die nächste Runde der Betonverfüllung. Die Garage wurde auch schon gesteckt und mit Beton verfüllt.
Die beiden Bohlen stützen die Stürze und halten sie in der gewünschten Position, bis der Beton ausgehärtet ist. Aus dieser Perspektive läßt sich sehen, was der Bauherr und sein Team in den letzten 3 Wochen geschaffen hat. Nächste Woche wird der Dachstuhl errichtet und in der darauffolgenden Woche soll beraits die Eindeckung erfolgen. Wir berichten weiter. Bei einem Passiv- oder Energiesparhaus ist gerade die Montage der Fenster und Türen eine ganz besondere Herausforderung. Bei der Fenster- und Türenmontage müssen Wärmebrücken absolut vermieden werden, alles muss absolut luftdicht sein.
Mit unserem Tischlermeister Marc Hausmann bekommen unsere Bauherren einen absoluten Spezialisten auf ihre Baustellen, damit die Passivhausfenster auch halten, was sie versprechen. Das Gerüst, das zur Montage der Fenster und für die Dacharbeiten genutzt wurde, findet nun beim Außenputz weitere Verwendung. Nein, natürlich ist das hier die volle Südseite mit bodentiefen Fenstern, um die Sonnenstrahlen nach allen Regeln der Kunst (und in gewisser Weise auch der Solartechnik) zu nutzen. Hier sieht man noch einmal, wie imposant das Gebäude geworden ist. Sie müssen sich jetzt nur noch den traumhaften und unverbaubaren Ausblick in die fränkischen Hügel ( auf dem Schild an der Autobahn steht "liebliches Taubertal"9) vorstellen, den man von innen hat. Hier kann man auch sehr schön sehen, wie sich das künftige Plus-Energie-Haus an das gelbe Nachbarhaus nahtlos anschließt. Übrigens, was wir Ihnen nicht vorenthalten wollen: Bis jetzt hat dieses Bauprojekt nur 6 Wochen an Zeit benötigt - eine reife Leistung unseres Bauherrn und seiner Helfer. In diese geschützte Ecke können sich unsere Bauherren zurückziehen, wenn die Südsonne im Sommer zu heftig scheinen sollte. Viel Material steht bereit, die Ärmel werden erneut hochgekrempelt. Auf dem Boden wird zunächst die Wand mit Leisten "markiert". Anschließend werden Leisten bis zur Decke errichtet. Zur Verkleidung wird eine Schicht Gipskarton aufgebracht. Derweil werdenauf dem Dachboden die Rohre der Lüftungsanlage verlegt. Sie verschwinden in der Dämmung. Die Dämmung wird nach oben mit OSB-Platten abgeschlossen.
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